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A tananyag

A tananyag

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Deshalb habe ich für den Herbst ein paar Halloween-Motive für euch vorbereitet! Hallo, liebe Nageldesignerinnen und Nageldesigner! Herzlich willkommen! Ich habe schneeweiße Tips vorbereitet und sie gründlich mattiert. Wenn ihr möchtet, könnt ihr bei der Kundin problemlos eine milchig-weiße Acrylbasis oder zum Beispiel ein Fibergel verwenden. Da ich bereits eine weiße Tip habe, kann ich direkt darauf arbeiten und drücke einen mittelgroßen Acrylgel-Klecks in die Mitte meiner Tip. Wichtig ist, dass sowohl oben als auch unten genügend Platz für die Gestaltung des Musters vorhanden ist. Ich habe meinen Pinsel bereits in die Flüssigkeit eingetaucht. Ihr könnt Solution oder Cleanser verwenden. Ich habe den Prozess ein wenig vorangetrieben und beschleunigt, weil ich diesen Augapfel sehr stark angedrückt habe, damit er nicht zu weit aus der Ebene herausragt und überall gleichmäßig rund ist, sodass die Kundin nirgendwo hängen bleibt. Man sieht es nicht, deshalb wirkt es zwar dreidimensional, ist aber schön flach in die Oberfläche eingearbeitet. Während es in der Lampe aushärtet, hole ich meinen schwarzen Gellack S02 heraus und male damit die Mitte unseres Auges aus. In solchen Fällen verwende ich oft auch den eigenen Pinsel des Gellacks, weil er abgerundet ist und sich leicht damit arbeiten lässt. Wenn nötig, korrigiere ich die Form anschließend mit einer Punktiernadel oder einem Nuller-Pinsel, damit sie noch runder wird. Achtet dabei darauf, dass es sich hier nicht lohnt, eine Blitzhärtung zu verwenden. Lasst das Material mindestens eine Minute in der Lampe, damit es keine Falten wirft. Anschließend trage ich in der Mitte einen Magnetlack auf, fülle damit den gesamten schwarzen Bereich aus und magnetisiere ihn. So entsteht der Eindruck eines kleinen schwarzen Rahmens rund um den Magneteffekt. Wir haben die Magnetpartikel zusammengezogen, und dadurch entsteht die Farbe unseres Auges – in diesem Fall ein Hellblau. Dann nehmen wir wieder den schwarzen Gellack zur Hand und malen mit einem Dottingtool die Pupille in die Mitte. Sie sollte nicht zu groß sein, sonst würde sie die Farbe verdecken. Wir lassen es mindestens 30 Sekunden aushärten. In der Zwischenzeit hole ich das Flexi Clear hervor. Das ist ein dickviskoses, verstärkendes Base Gel, das völlig glasklar ist. Ich mag es sehr, weil wir damit sogar das Glue Gel ersetzen und 3D-Effekte gestalten können. Außerdem brauchen wir noch das S26-Rot. Es ist kein Neonrot und kein heller Farbton, sondern eher ein etwas kräftigeres, tieferes Rot. Diese beiden werden wir miteinander mischen, um diesen dreidimensionalen Bluteffekt zu erzielen. Wenn ihr solche Materialien anmischt, achtet darauf, dass es sich dabei zum Beispiel ausschließlich um klebrig aushärtende Materialien handelt. Das heißt, anschließend müsst ihr sie fixieren oder mit einem Top Coat versiegeln. Mischt sie außerdem mithilfe eines Spatels oder eines Dotting-Tools vollständig homogen an. Ihr könnt dafür auch den Slim-Medium-Pinsel verwenden, aber eine solche Mischbewegung beansprucht die Pinselhaare sicher stark. Deshalb werde ich ihn ausschließlich zum Malen verwenden. Na, dann stellen wir diese Mischung erst einmal beiseite und malen zunächst nur mit der Farbe S26, diesem Rotton, ein paar Blutergüsse auf. Achtet hier darauf, dass ihr bei diesen Streifen – wie bei einem Zifferblatt – immer von außen zur Mitte hin arbeitet. Dabei könnt ihr ruhig auch die eine oder andere Welle einbauen. Eine kann dicker, die andere dünner sein. sodass sich diese kleinen Linien wie die Striche auf einem Zifferblatt zur Mitte hin neigen. Man kann es kurz aushärten, aber das ist nicht nötig, weil ich jetzt auch diese Adern noch im Hintergrund auftragen werde. Da die Tips mattiert sind, wird das Material ein wenig in diese Adern beziehungsweise Rillen verlaufen. Hier kann man mit verschiedenen Rottönen spielen oder ein, zwei bordeauxrote Streifen ergänzen. Aber ich finde, dass dieses Rot perfekt ist, um Blut zu imitieren, und man muss es auch nicht weiter übertreiben. Auf dem Tip sollten keine allzu großen freien Flächen bleiben, aber letztlich entscheidet der Kundenkreis, wie viele Linien darauf Platz finden. Als Nächstes kommt dieses 3D-Gel zum Einsatz, das wir angemischt haben. Damit werden wir rund um den Augapfel einen Streifen aufmalen. Zuerst bringe ich das Material am Ansatz auf, setze dann ein ganz kleines Kügelchen ab und nehme alle paar Millimeter eine neue Portion auf, denn wenn ich alles verstreiche, wird es flach und mein Material behält diesen 3D-Effekt nicht bei. Mit ungefähr vier Kügelchen komme ich einmal rundherum und kann hier noch etwas ergänzen, damit es an manchen Stellen etwas dicker wird. Ich lasse dieses Material ein wenig verlaufen, sodass es wirklich so aussieht, als würde Blut aus dem Augapfel herunterlaufen. Das kann man sowohl nach unten als auch nach oben gestalten – je nachdem, was unser Tipp beziehungsweise das Design verlangt. Übrigens: Wenn der 3D-Effekt noch nicht ausgeprägt genug ist, könnt ihr ihn anschließend noch mit Glanzgel ergänzen oder mit Clear-Elastik größere Kügelchen daraufsetzen, um ihn weiter aufzubauen. Ich werde das Design jetzt aber noch ein wenig aufpeppen, indem ich aus dem Elastikgel ein paar Pünktchen daraufsetze. Ihr könnt auch Glugel verwenden, und ich werde Wimpern auf diesen Augapfel kleben. Wenn sie dauerhaft angebracht sind, kann man sie ehrlich gesagt auch tragen. Hier seht ihr, dass ich mit der Pinzette deshalb etwas herumhantiert habe, weil ich immer noch keine Wimpernstylistin, sondern Nageldesignerin bin. Aber ich denke, dass wir damit einen sehr interessanten, effektvollen Look erzielen können – und bestimmt gibt es Kundinnen, die sich darauf einlassen. Das ist nur eine nebensächliche Ergänzung, aber ich finde, sie ist ein echtes Extra. Nachdem ich dieses kleine Wimpernbüschel in seine einzelnen Bestandteile zerlegt hatte, habe ich es auf den Augapfel gesetzt und konnte es genau auf dem oberen Knubbelteil platzieren, wo es ein wenig aufliegt. So kann ich es perfekt und schön geschwungen ausrichten. Am besten härte ich es dort kurz mit einer kleinen Lampe aus oder halte es schnell unter die Lampe, damit es sich nicht verdreht. Ich habe allerdings ziemlich lange daran herumgetüftelt – vielleicht hätte ich es gar nicht so stark nachjustieren müssen. Außerdem kann man die Wimpern noch verdichten, deshalb habe ich noch ein paar Büschel genommen. Um sie ebenfalls anzubringen, tauche ich sie genauso mit der Basis in etwas Glue-Gel und setze sie dann mit meinen sichtbaren Bewegungen auf: Ich halte die Spitzen der Wimpern fest und setze sie an der Basis in das Glue-Gel, wobei ich sie auch mittig positioniere. So wird der Wimpernkranz deutlich dichter, und am Ende können wir ihn sogar mit einem Wimpernkamm durchkämmen – dadurch wirkt das Ergebnis wirklich sehr, sehr extravagant. Halloween-Set. Wenn die Kundin nicht darauf besteht, können diese Wimpern nach dem Fotoshooting wieder entfernt werden. Wenn wir sie jedoch rundum umhüllen, hält das Ganze wirklich lange. Eigentlich kann man die Tips rundherum auch mit mattem Versiegler oder Glanzgel überziehen. Das liegt ganz bei euch. Wichtig ist, dass ihr den Augapfel anschließend auf jeden Fall separat mit Glanzgel bearbeitet. Es empfiehlt sich sogar, das Blut noch einmal zu überarbeiten. Ich habe mich jetzt für einen matten Überlack entschieden, um einen Kontrast zu schaffen. Ihr könnt damit ruhig auch über den Bluteffekt und sogar über das Auge gehen, denn anschließend können wir diese Bereiche wieder zum Glänzen bringen. Deshalb empfehle ich auch für das Auge keinen matten Überlack, weil er den 3D-Effekt abschwächen würde. Außerdem wird der magnetische Gellack in matter Ausführung diesen sehr funkelnden Effekt, der jetzt so schön im Licht spielt, nicht wiedergeben. Wenn ich danach nur noch den glänzenden Überlack auftrage, reicht übrigens eine 20-sekündige Blitzhärtung aus, weil die transparenten Materialien auch untereinander in der Lampe weiter aushärten. Man muss also nicht ein bis zwei Minuten warten. Ich habe BeShine genommen, weil es die nötige Konsistenz hat, sodass ich damit arbeiten kann, ohne dass es vom Augapfel oder von der Blutspur herunterläuft. Am besten bedeckt man zuerst separat den Augapfel und hebt nach dem Aushärten die Blutspur hervor. Da wir auch hier mit transparentem Material arbeiten, reichen 20–30 Sekunden aus. Sobald es ausgehärtet ist, gebe ich oft eine kleine Menge des Materials auf meine Palette oder das Schablonenpapier und kann diese 3D-Nailart-Elemente mit einem Detailpinsel hervorheben – bei Bedarf in mehreren Schichten, damit der dreidimensionale Effekt noch stärker zur Geltung kommt. Ich nehme eine kleine Materialkugel. Ich trage es an den Stellen auf, an denen der jeweilige Bereich plastisch aus der Fläche hervorstehen soll. Wenn ich möchte, kann ich ihn mit zusätzlichem Material auch noch dicker gestalten. Am besten wählst du kein zu großes Detail, damit nichts verläuft. Denn wenn die Farbe herunterläuft und unser matter Hintergrund dadurch glänzend wird, zerstört das die Illusion. Damit ist das erste Design auch schon fertig. Es hat einen sehr, sehr individuellen und interessanten Effekt. Wenn ihr möchtet, könnt ihr den 3D-Effekt jetzt noch ein kleines bisschen verstärken, aber das ist wirklich nur noch Feinarbeit, falls ihr das Design noch extravaganter gestalten möchtet. Wenn ihr es noch weiter aufpeppen möchtet, empfehle ich euch, ein No-Wipe-Farbgel zu verwenden, und zwar ein weißes. Damit könnt ihr im Bereich der Pupille in Form von einem oder zwei Punkten noch einen kleinen Lichtreflex setzen. Ich platziere diese übrigens gerne diagonal, sodass das obere immer ein klein wenig größer ist, während das untere schräg ein bisschen kleiner ist. So wirkt es, als würde das Auge glitzern, aber das ist wirklich nur noch das Sahnehäubchen. Ich hoffe, euch hat das erste Design gefallen. Ich finde, es wirkt sehr extravagant und gleichzeitig gruselig. Diese gebundene Variante könnt ihr zum Beispiel in verschiedenen Farben gestalten und so den magnetischen Katzenaugeneffekt variieren. Probiert es also ruhig mit Grün oder auch mit Lila aus – wichtig ist nur, dass die Farbe einen Kontrast zum Schwarz bildet. Als Nächstes kommt die Farbe Nr. 159, die ich auf den gesamten Tip auftrage und damit diese schneeweiße Basis vollständig bedecke. In solchen Fällen arbeite ich gerne auf Schwarz, wenn ich mit einem solchen Neonfarbton arbeite oder die Kundin sich einen solchen wünscht, weil man ihn dann, wenn darunter eine weiße Basis ist, in nur einer Schicht auftragen kann, oder? Ich härte es mindestens eine Minute lang unter der Lampe aus. Dann nehme ich eine Schablonenfolie oder eine Palette, auf der ich arbeiten kann. Ich brauche einen helleren Farbton, die Nummer 158. Das ist ein eher neon-gelber Gellack, und zwischen den beiden Farbtönen gibt es keinen großen Unterschied, aber für einen dezenten Farbverlauf reicht er gerade aus. Für diese Technik verwende ich sehr gerne einen abgeschrägten Ombré-Pinsel, der auch als Schieberpinsel bezeichnet wird. Und ich nehme die Farbe nur auf der oberen Hälfte des Pinsels auf. Ich drehe den Tip so, dass die Seite, auf die ich das Farbgel auftragen werde, oben liegt. Im Video sieht man, dass sie nahezu vollständig farbgleich aussieht, obwohl es einen Unterschied gibt: Das ist der Limettenton, und das hier ist der gelbliche Farbverlauf. Dadurch entsteht ein gruseliger Effekt, denn wir werden eine Friedhofsszene malen, und sie wird fast so aussehen, als würde sie im Dunkeln leuchten. Je mehr Kontrast das Design hat, desto auffälliger wirkt es. Ich lasse es mindestens eine Minute aushärten und hole in der Zwischenzeit diese kleinen Schwämmchen hervor. Ich arbeite lieber ohne Metallwerkzeug. Außerdem brauche ich noch Farbgel, und zwar in zwei Farbtönen: in Oliv- oder Giftgrün sowie in Schwarz. Falls ihr diese Farbe nicht habt, könnt ihr sie auch selbst anmischen. Wichtig ist nur, dass die Farbmischung vollkommen homogen und gleichmäßig ist, denn bei der Schwammtechnik fällt es sehr stark auf, wenn die Pigmente nicht richtig miteinander vermischt sind. Ihr könnt es also auch ohne Halter verwenden. Wichtig ist nur, dass ihr es zwischen euren Fingern gut straff spannt, damit die Oberfläche gewölbt ist. Ich trage es mit vielen kleinen Bewegungen auf das obere Drittel auf und verblende den Übergangsbereich ganz leicht. Das können wir in mehreren Schichten wiederholen. Da wir mit Farbgel arbeiten, können wir jeweils 5–10 Sekunden zwischenhärten. Das Material wird dabei von Schicht zu Schicht weder verlaufen noch verschmieren. Wir können ganz entspannt abwechselnd weitermachen – rechte Hand, linke Hand – und dabei mehrere kleine Aushärtungen durchführen. Die dunkleren Bereiche übertreibe ich, ehrlich gesagt, meistens gar nicht. Entscheidend ist, dass für den oberen Bereich eine 2–3 mm dicke Schicht ausreicht, um einen kleinen Rahmen zu bilden. Denn zusammen mit der Grundfarbe haben wir so bereits mindestens vier Farbtöne, und je mehr Farbtöne wir für den Aufbau verwenden, desto interessanter wirken das Design und der Effekt. Den Bereich zur freien Kante hin hätten wir auch mit einer Schwämmchentechnik gestalten können. Da ich aber diesen neongelben Gellack hatte und dieser Pinsel ohnehin gerade griffbereit war, dachte ich mir: Warum nicht auch ein bisschen technische Vielfalt in das Design bringen? Auch mit dem dunkleren Farbton können wir problemlos mehrere Schichten auftragen, aber wir müssen die Farben nicht zu stark verblenden. Es ist gut, wenn das Ganze leicht opak bleibt. Währenddessen habe ich etwas matten Top Coat bereitgestellt und werde ihn mit schwarzem Gel-Lack vermischen, um einen solchen opalen, transparenten Farbton zu erhalten. Das eignet sich übrigens perfekt zum Schattieren. Wenn ihr also einen Gel-Lack mit Tiffany-Glas-Effekt habt, könnt ihr ihn auch direkt verwenden. Auch hier kommt es darauf an, alles vollständig homogen zu vermischen – die Mischung darf also weder marmoriert noch fleckig sein. Und ich werde meinen Linerpinsel verwenden, weil ich damit im Hintergrund einige Kreuze aufmalen werde. Die könnt ihr ruhig fast in der Mitte des Tips platzieren, denn sie werden nicht das Hauptmotiv sein. Sie sorgen lediglich für diesen gespenstischen, nebligen Effekt und verleihen dem Design mehr Räumlichkeit, weil wir mit mehreren Farbtönen arbeiten und sich das Motiv über mehrere Ebenen erstreckt. Das könnte man übrigens auch mit zwei bis drei Schichten umsetzen. Und diese kleinen Pünktchen können diesen Effekt wirklich ganz, ganz deutlich aufwerten. Wichtig ist, dass wir die flächigen Ebenen immer voneinander trennen – das ist also der hinterste, am weitesten entfernt liegende Bereich. Hier könnte man Bäume malen, aber im Hintergrund keine Blutflecken, sondern mit diesem opalartigen Farbton Grashalme und Büsche. Wenn wir weiter nach vorne kommen, verwenden wir einen kräftigeren Farbton. Aus dem opalen Farbton könnte man mehrere Nuancen anmischen, aber ich werde jetzt nicht allzu viele Farbtöne auftragen, deshalb kommt für mich direkt die erste Farbe. Vorher trage ich noch eine matte Zwischenschicht auf, damit mein Pinsel nicht abrutscht und ich etwas leichter darauf malen kann, denn so wird die Oberfläche vollständig glatt. Ich habe einen matten Überlack aufgetragen und zeichne, als würde ich eine French-Spitze aufmalen, mit meinem schwarzen Gel-Lack dünn die Form dieses kleinen Friedhofs vor, den wir gleich malen werden. Diesen Bereich fülle ich mit dem eigenen Pinsel des Gellacks aus, und dann kommen die Gräber. In der Mitte soll eine solche Grabsteinform, also ein umgekehrtes U, zu sehen sein, aus dem ein Kreuz herausragt. Ich positioniere das Ganze also ungefähr in der Mitte, neige es aber leicht, damit es diesen alten, verfallenen Charakter bekommt. Ihr könnt daraus übrigens auch mehrere machen oder einen großen mit einer Beschriftung versehen. Ihr könnt zum Beispiel eine Jahreszahl oder, finde ich, ein „RIP“ darauf schreiben. Von diesem Motiv gibt es sehr viele Varianten. Du kannst es noch mit mehreren kleinen Kreuzen ergänzen oder vielleicht mit einem kleinen Zaun, der neben dem Grabstein bereits so eingefallen und schief ist. Und ihr seht, dass das Gelb dort am kräftigsten ist und sich das Schwarz vor dem Gelb besonders gut abhebt. Je kontrastreicher das Design ist, desto extravaganter wirkt es. Man kann den Tipp auch rundherum konturieren oder mehrere Grashalme, noch mehr Kreuze und Punkte im Hintergrund hinzufügen sowie Fledermäuse oder Äste gestalten. Das lässt sich wirklich beliebig erweitern und ergänzen – so weit, wie es auf den Nagel der Kundin passt oder wie die Kundin es von dir gestaltet haben möchte. Das ist noch nicht genug: Mit Weiß kann man immer noch Schriftzüge oder Details hinzufügen. Ich finde, so sieht es eigentlich schon richtig gut aus, aber ich male trotzdem noch ein paar Bissen in den Hintergrund, die ein wenig hineinragen. Das könnte man auch mit einem transparenten Gel machen, um die räumliche Wirkung zu symbolisieren. Dadurch, dass dort die transparenten Kreuzbögen und Punkte sind, bleibt der Kontrast erhalten. Wir können auch die andere Seitenkante noch um ein paar Elemente oder einige wegfliegende Fledermäuse und Punkte ergänzen. Wichtig ist, dass wir die Versiegelung vor dem abschließenden Versiegeln sehr gründlich aushärten lassen. Dieses Design sieht sowohl glänzend als auch matt gut aus. Wir wählen ein etwas dickflüssigeres Material, denn je mehr Schichten darauf liegen, desto eher wird unser Muster wellig. In der Zwischenzeit bereite ich den letzten Tip vor, während das vorherige Muster unter der Lampe aushärtet. Dafür werde ich den Gellack verwenden, den ich zuvor mit meinem Töcsi-Pinsel verarbeitet habe – das Neongelb Nr. 158, das auf dem weißen Untergrund richtig leuchtet. Dieser Lack ist extrem gut pigmentiert, weil ich tatsächlich auf einem weißen Tip arbeite. Aber wenn ich ihn ebenfalls auf eine milchige oder eine solche verstärkte Gel-Lack-Basis auftrage, sehe ich schon, dass ich es noch nie mit einem solchen Gelb zu tun hatte, das in einer einzigen Schicht so unglaublich gut deckt und die perfekte Grundlage für mein Design ist. Und zwar werde ich ihn mit so einem Kürbiston kombinieren. Leider ist der Farbton oben nicht mehr erhältlich, aber mit einem wunderschönen Neonorange werde ich für euch einen solchen Kürbis-Hintergrundeffekt gestalten. Außerdem brauche ich noch das rote S26, das wir, glaube ich, bereits für das Augapfel-Design verwendet haben, sowie das schwarze 02. Daraus werde ich dann einen solchen Farbverlauf beziehungsweise einen Hintergrundeffekt gestalten. Und ich trage eine dünne Schicht matten Versiegler oder irgendein Glanzgel auf mein Motiv auf. Der matte Überlack ist optional, und mit meinem Pinsel werde ich solche kleinen Linien in einer kreisförmigen Form aus dem Material herausziehen, als würdet ihr euch so eine Höhle vorstellen. Und nach dem Gelb lasse ich einen kleinen Bereich frei, dann kommt Orange, anschließend diese rötlich-orange Linien, und ganz am Rand werde ich mit einer Kombination aus Rot und Schwarz malen. Also wische ich den Pinsel sauber und fange mit Orange noch einmal an, dann mit rötlichem Orange und anschließend mit Schwarz. Diese kleinen Farbtöne verblende ich miteinander, sodass es zum Beispiel wie ein wirbelnder, rauchiger, dampfender Hexenkessel wirkt. Das wird für mein Motiv der Hintergrund, aber ich finde, dass es auch allein schon richtig gut aussieht, denn mit diesem zitronengelben Leuchteffekt und diesem Kürbiston ist die Grundlage bereits für sich genommen ein richtig tolles Motiv. Ich werde das Ganze aber noch etwas aufpeppen. Wichtig ist, dass ihr nicht versucht, die Farben zu stark miteinander zu verblenden. Es soll kein homogener Übergang entstehen, sondern die Farben sollen nur auf diese Weise marmoriert werden. Wir ziehen noch ein paar Mal von rechts und links hinein, damit dieser wirklich schön wirbelnde, rauchig-kesselartige Effekt erhalten bleibt. Ich finde, es sieht richtig gut aus, macht richtig viel Spaß und lässt sich sogar mit mehreren Farben gestalten. Wenn das gewünschte Ergebnis erreicht ist, dürfen wir nicht vergessen, es mindestens eine Minute unter der Lampe auszuhärten, damit es richtig durchhärtet. Anschließend werde ich mit schwarzem Gel-Lack einen Rand auftragen und meinen Detailpinsel nicht verwenden, weil der Rand nicht besonders gleichmäßig sein muss. Wir können diesen schwarzen Gellack ruhig etwas dicker auftragen, denn anschließend können wir den Rand bei Bedarf mit einem feinen Linienpinsel korrigieren – ganz gleichmäßig oder auch wellenförmig, ganz wie wir möchten. Er ist nämlich nur ein zusätzlicher Hintergrundeffekt und nicht der Hauptbestandteil des Designs. Die Hauptelemente des Designs sind unten Tannenbäume und oben eine Fledermaus. Ich beginne die Fledermaus mit einem solchen Dreieck und ziehe anschließend von dessen beiden Seiten zwei Linien, die ihre Ohren darstellen. Von dort aus arbeite ich mit den Flügeln nach rechts und links weiter. Dazu trage ich noch etwas Gel-Lack auf, ihr könnt aber auch Farbgel verwenden. Die Flügel sollen sich von den Ohren aus nach oben wölben und anschließend nach rechts und links, so kapuzenartig nach außen und unten führen. Danach ziehen wir sie nicht direkt zum Körper, sondern teilen sie in der Mitte und führen sie von dort aus in einer umgekehrten U-Form zum Körper hin. Die Flügel sollen also zackig sein und mindestens an zwei Stellen einen Knick haben. Auf der Abbildung seht ihr, dass man, wenn ich das klein malen würde, im Hintergrund nur so einen kleinen Vogel erkennen würde. Wenn ihr aber diese kleinen Zacken hineinmalt, wird daraus eine richtig schön gruselige Fledermaus. Ich gebe es außerdem für 20–30 Sekunden zum Aushärten unter die Lampe, damit mein Muster nicht verläuft und sich ausbreitet. Danach kommen die Tannenbäume. Genau genommen beginne ich sie als lange, vertikale Linien und lasse die Linien nach oben hin immer dünner werden. Anschließend ziehe ich nach rechts und links viele kleine Tannenzweige heraus. Auch hier könnte man mit der Tiefe spielen, indem man eine transparente Variante anmischt. Dann wäre der eine Tannenbaum transparenter und der andere davor kräftiger. Aber ich finde, vor meinem neblig-matschigen Hintergrund reicht dieser eine Farbton mit ein paar Pünktchen völlig aus. Ich ergänze es, lasse es aushärten, und auch dieses Design muss jetzt nur noch mit einem Überlack versiegelt werden. Hier empfehle ich allerdings, ein dickviskoses Glanzgel zu verwenden, denn der Marmoreffekt und die mehreren Schichten erfordern eine ausreichend dicke Versiegelung, damit alles gleichmäßig wird. Ihr könnt es auch gravieren. Das waren also meine drei kleinen Halloween-Kollektionen. Ich hoffe, euch haben die Designs gefallen – ich bin von jedem einzelnen begeistert und werde sie alle auch bei Kundinnen machen. Kombiniert ruhig die Farben und Muster und probiert neue Dinge aus! Dazu kann ich euch nur ermutigen. Ich hoffe, das Video hat euch gefallen, und wünsche euch noch einen schönen Tag! Küsschen, tschüss!
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Bella

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